Die Sommernacht des Wissens lässt sich an den zahlreichen Stationen in der Göttinger Innenstadt besonders gut zu Fuß erkunden. Highlights gibt es überall zu sehen: Gemeinsames Bauen von Musikinstrumenten in der Musikinstrumentensammlung im Accouchierhaus, die Aktionen der Projekte der Akademie der Wissenschaften in der Theaterstraße, Färben, Weben und Töpfern wie in der Antike, während nebenan die griechisch-römische Modenschau läuft im Nikolausberger Weg bei den Wissenschaftler*innen der Archäologie und Ur- und Frühgeschichte oder den Klängen des Carillon, des Glockenspiels der St. Jakobi-Kirche bei Nacht zu lauschen.
Nach dem nächtlichen Erkunden des Forum Wissen – die Sonderausstellungen „Was zum Quant?” und „Don’t look back” sind zu sehen – können Sie mit den Busshuttle-Routen alle Bereiche der Nacht des Wissens erkunden.

Algen und Cyanobakterien gehören zu den ältesten Lebewesen auf der Erde. Ob im Gartenteich, auf Baumrinden oder im Meer: Sie sind auch heute noch fast überall zu finden und produzieren etwa die Hälfte des Sauerstoffs auf unserem Planeten. Wir geben einen Einblick in die Sammlung von Algenkulturen und die Erforschung dieser vielfältigen Organismen.
ACHTUNG: Die Fürhung um 20 Uhr findet nur auf Englisch statt.
Algae and cyanobacteria are among the oldest living organisms on Earth. In garden ponds, on tree bark, or in the ocean, they can still be found almost everywhere today and produce about half of the oxygen on our planet. We provide an insight into the Culture Collection of Algae and the research on these diverse organisms.
ATTENTION: The tour at 8pm will be in English only.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Die Römer kannten keine Jeans – sie hüllten sich in eine Toga. Wie das funktioniert, kann man bei der Nacht des Wissens am eigenen Leib erfahren. Wir öffnen unseren Fundus an griechischen und römischen Gewändern, die unter fachkundiger Anleitung anprobiert werden dürfen.
Eine runde Mühle, Knöchelchen vom Schaf und eine Handvoll Nüsse – was haben diese Gegenstände gemeinsam? Römische Kinder (und auch Erwachsene) haben damit gespielt. Probieren Sie es aus und spielen Sie wie im alten Rom! Für Jung und Alt in der Sammlung der Gipsabgüsse.
Wie entsteht Musik? Die Musikinstrumentensammlung ist nicht nur eine Materialsammlung, sondern auch ein Ort der Forschung darüber, wie Menschen Musik machen. Gemeinsam bauen wir Musikinstrumente aus Alltagsmaterialien und formen eine „Band“. So erleben wir den Moment der Entstehung von Musik – als menschlich organisierten Klang.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Kirchen prägen bis heute unsere Landschaft. Ob Pfarrkirche, Klosterkirche oder Kathedrale, überall begegnen uns die Zeugnisse kirchlichen Lebens aus Mittelalter und Früher Neuzeit. Wer mehr dazu erfahren möchte, kommt zum Forschungsprojekt „Germania Sacra“. Mit Ratespielen, digitalen Angeboten und zahlreichen Büchern zum Schmökern können Sie sich auf eine Entdeckungsreise begeben.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Was war das für ein sensationeller Fund von über 1.000 Handschriften in den Höhlen von Qumran am Toten Meer? Wie sah das Leben der Menschen aus, die diese Texte verfasst und abgeschrieben haben? Warum soll es ein Wörterbuch zu diesem Fund geben, und wie wird das gemacht? Kommen Sie mit den Qumran-Expert*innen ins Gespräch und schauen Sie sich das Modell einer 2000 Jahre alten Schriftrolle an!
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Die Herstellung von Textilien war über lange Zeit ein wichtiger, aber arbeitsintensiver Prozess. An unserem Stand zeigen wir verschiedene Arbeitsschritte: das Hecheln von Flachs, das Spinnen mit der Handspindel, das Brettchenweben und das Färben mit natürlichen Materialien. Diese Techniken können vor Ort ausprobiert werden. Außerdem gibt es ein kleines Quiz zur Zuordnung von Färbezutaten und Farben.
Im Forum Wissen dreht sich alles um die Frage: Wie entsteht Wissen? Das Forum Wissen nimmt das Wissen-Schaffen in Geschichte und Gegenwart unter die Lupe. Unser Team gibt Ihnen beim Rundgang durch die Basisausstellung eine Einführung in Konzept und Inhalte.
Tauche ein in die Welt der Vorgeschichte! Bei dieser Mitmachaktion kannst du das Töpfern wie unsere Vorfahren ausprobieren. Stelle mit deinen Händen Gefäße, Figuren oder andere Kunstwerke aus Ton her – ganz ohne moderne Werkzeuge. Lass deiner Kreativität freien Lauf und erlebe, wie die Menschen der Vorzeit ihre eigenen Gebrauchs- und Kunstobjekte formten.
Das Material Holz begleitet die Menschen seit jeher und bis heute als moderner Werkstoff im Alltag. Sie können erfahren, wie der Werkstoff in ur- und frühgeschichtlicher Zeit bearbeitet und genutzt wurde. Wie effektiv und wie scharf waren Stein- oder Bronzebeile? Und was gehörte zum Fertigkeitenspektrum der frühen Kulturen? Verschiedene Werkzeuge können in der praktischen Demonstration beobachtet und verschiedene Bearbeitungsspuren verglichen werden.
Alte Inschriften auf Stein, Holz, Metall o.ä. begegnen uns im öffentlichen Raum. Doch wenn sie auf Latein oder Niederdeutsch verfasst sind, sind sie oft nur schwer zu verstehen. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es das Projekt „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit“. An diesem Abend können Sie mit uns ins Gespräch kommen und auch selbst versuchen, Inschriften zu entziffern.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
In der Antike ging es bunt zu! Mit Buntstiften könnt Ihr den Göttern und Helden farbenfrohe Kleider anziehen.
Impulsvorträge bieten spannende Einblicke in die HighTech-Forschung nachhaltiger Leichtbau-Werkstoffe und deren Anwendungsfelder und in die Start-up-Welt durch Live-Pitches. „Entrepreneurship als Future Skill - wie werde ich Gestalter*in meiner Zukunft!“ wird im Ausstellungsbereich und in Mitmach Angeboten erlebbar. Kreativitäts-Workshops geben Gelegenheit zur eigenen Ideenanregung und -entwicklung.
Wer kann mathematische Maschinen bauen? Wie setzen sich mit 3D-Druck reproduzierte Modelle zu einem Molekülgitter zusammen? Welche Flächen lassen sich mit Seifenblasen spannen?
Mitmachaktionen mit dem Autor von mathematik-mit-fischertechnik.de, Prof. Thomas Püttmann (30 Min.): 17 h, 19 h, 21 h
Führung durch Sammlung und Institutsgebäude (30 Min): 18 h, 20 h
Sherlock Holmes & Dr. Watson (stille hunde) ermitteln in einem mysteriösen Fall: Was steckt hinter dem Klang des Grauens? Hat etwa Moriarty die Hände im Spiel? Unsere Ultra Authentic Audio Recordings sind 3D-High End-Aufnahmen mit weltweit höchster Klangauflösung. Vergleichen Sie im Hörkrimi per Kopfhörer herkömmliche mp3-Studioaufnahmen mit unseren Recordings im HighRes-Format 352,8 kHz/24 Bit!
Seit wann gibt es die Wörter Zeitenwende und Remigration - und wie hat sich ihre Bedeutung über die Zeit verändert? Informieren Sie sich bei Wortgeschichte digital zur langen Geschichte dieser aktuellen Wörter. Erfahren Sie, auf welchen Wegen die Wörterbuchmitarbeiter*innen zu ihren Erkenntnissen kommen und testen Sie Ihr sprachgeschichtliches Wissen bei einem digitalen Quiz!
Toga, Peplos und Chiton: Studierende der Archäologie präsentieren griechische und römische Gewänder am lebenden Modell. Die Gewänder wurden z.T. eigens für diese antike Modenschau angefertigt. Als Vorlagen dienten Statuen aus der Göttinger Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen.
Jan Hauenstein ist ein Singer-Songwriter aus Göttingen, der mehr Fans in englischsprachigen Ländern als in Deutschland hat. Er veröffentlicht jedes Jahr ein Album mit fast ausschließlich eigenen Liedern, einige davon mit Texten seiner amerikanischen Co-Autoren. Dazu kommen Übertragungen in die englische Sprache (nebst Vertonung) von deutschen Gedichten bekannter Autoren wie Rainer Maria Rilke, Bert Brecht, Erich Kästner und Jörg Fauser. Seit einigen Jahren veröffentlicht er zusätzlich Alben mit Kinderliedern ohne Zuckerguss, die er für seine Enkelinnen schreibt.
Seine Markenzeichen sind seine vier-Oktaven-Stimme und sein oft schräger Humor.
Der Südharz birgt einzigartige Höhlen, die unterschiedliche Nutzungsphasen von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit aufzeigen. Besonders faszinierend sind jene Höhlen, die für Riten und Bestattungszeremonien in der Bronze- und Eisenzeit genutzt wurden. Der Vortrag beleuchtet archäologische Befunde und die kulturelle Bedeutung dieser geheimnisvollen Orte.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Fluoreszenz ist ein physikalisches Phänomen, welches sich klassischerweise biochemische Analysemethoden zunutze machen. Doch kann die Fluoreszenzmarkierung auch im Bereich der Papieruntersuchung Licht ins Dunkel bringen?
This workshop explores the use of new technology to digitally resurrect old and unreadable texts. In Göttingen‘s dedicated MSI lab, we’ll look at how scholars are recovering medieval manuscripts using multispectral imaging and other methods.
Entdecken Sie die Welt der Quantenphysik! Im internationalen Quantenjahr 2025 beleuchtet das Forum Wissen die Anfänge der Quantenmechanik mit einer großen Sonderausstellung. Hands-on-Experimente und künstlerische Beiträge machen die Welt der Quanten greifbar. Anmeldung vor Ort am Infotresen.
Die Historikerin Karolin Wetjen wirft einen kulturgeschichtlichen Blick auf unser Verhältnis zu Wetter und Klima - von historischen Hitzeperioden bis hin zur heutigen Klimadebatte. Wir tauchen ein in die wechselvolle Geschichte meteorologischer Wahrnehmungen und können erfahren, wie das Wetter seit jeher unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst hat.
In den Sammlungen der SUB Göttingen gibt es nicht nur Bücher, auch manch andere Arten von Gegenständen lagern in den Lesesälen und Magazinen des Historischen Gebäudes. Wir zeigen Ihnen, wie Verpackungen für Globen und Dioramen aussehen und welche Materialien und Arbeitsschritte es braucht, um sie herzustellen.
Vorführung von Provenienzrecherche an ausgewählten Beispielen aus dem Altbestand: Alte Bücher und ihre Geschichte(n).
Historische Bücher bestehen aus ganz unterschiedlichen Materialien: Tinte, Druckfarbe und Papier, Pergament und Leder. Worin unterscheiden Sie sich? Was kann man im Digitalmikroskop erkennen?
Studierende kommen mit Ihnen ins Gespräch über ihre Recherchen an sonst nicht zugänglichen Graphik und Photographien der bedeutenden Kunstsammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars. Zu jeder Stunde werden neue Objekte von anderen Studierenden vorgestellt. Lassen Sie sich entführen in die Schule des Sehens!
Mit Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr. verbreitete sich die Metallurgie in ganz Europa. Durch die Entwicklung von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, verbesserten sich die Werkzeuge und Waffen. Die Verbreitung von Metallurgie führte zu erweiterten Handelsnetzwerken und neuen sozialen Rollen, wie dem Schmied oder dem Krieger. Erfahrt mehr über prähistorische Metallurgie und seid live dabei, wenn wir Metall gießen!
Vorstellung von an der Universität entwickelten KI-gestützten Drohnen sowie die Möglichkeit, selbst einmal eine Drohne zu steuern. Wer fliegt die schnellste Runde?
Seit 1754 besitzt die SUB Göttingen ein Buch, das angeblich in Menschenhaut gebunden sein soll. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir der Herkunft des Buches auf die Spur und prüfen die Authentizität dieses Anspruches.
In Thorikos bei Athen haben Archäologen aus Göttingen und Gent (Belgien) das früheste eisenzeitliche Haus in Attika (10. Jahrhundert v. Chr.) ausgegraben. In Sizilien wurden zwei römische Dörfer untersucht: In Vito Soldano (Prov. Agrigent) konnte eine großflächige Bebauung nachgewiesen werden. In Vizzini (Prov. Catania) hingegen kam ein Haus mit Mosaiken und reicher Ausstattung zutage.
Die studentische Sonderausstellung „Don’t look back! – Alte Kulturen neu entdecken“ im Forum Wissen Freiraum, lädt dazu ein, vergangene Kulturen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Vor etwa 13.000 Jahren kam es in der Osteifel bei Maria Laach zu einer großen Vulkanexplosion, welche die Landschaft unter gewaltigen Massen von Bims begrub. Die Vulkanasche wurde bis in den Reinhäuser Wald verweht und ist unter Felsüberhängen erhalten geblieben. Wie dramatisch waren die Klima- und Umweltveränderungen und wie konnte der Mensch diese Naturkatastrophe überleben?
Die griechische Metropole Milet, gelegen an der Westküste der heutigen Türkei, prägte in der Antike über fast 1.000 Jahre eigene Münzen. Die Veranstaltung bietet - auch anhand originaler antiker Münzen - einen Einblick in die Themen, die für die Milesier*innen wichtig waren.
Glocken haben eine lange Tradition im Leben der Stadt und eine liturgische Funktion in der Kirche. Die St. Jacobi Kirche hat eine ungewöhnlich reiche Sammlung von Glocken und ein Glockenspiel. Das Glockenspiel wurde 1968 auf Initiative von Pastor Dr. Ernst Arfken gegründet, und von Dr. Ernst Puschmann über mehrere Jahrzehnte gepflegt und zu einem Carillon ausgebaut (siehe Abbildung). Das Carillon umfasst 2 Oktaven mit 23 Glocken (c2 bis c4; Firma Rincker, Sinn), wird mit einem Stockklavier (Heinrich Voigt, Höchst) gespielt. Mit über 1,5 Tonnen in 65 m Höhe ist das Carillon das höchst gelegene, größte und schwerste Musikinstrument von Göttingen und ist darüber hinaus authentisch ,,metal”. Es erklingen Lieder zum Abend und Hymnen an die Nacht.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
Singen im Chor ist nicht nur gut für mentale und körperliche Gesundheit. Es werden auch Sinne angesprochen, die wir in unserer üblichen Umwelt nicht trainieren können. Dabei geht es um gemeinsame Intonation, Vollkommenheit von Sprache und Ausdruck sowie homogene Klangfarben. In einer kurzweiligen öffentlichen Probe lassen Kammerchor der Universität und Antonius Adamske hinter die Kulissen blicken.
Das Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern ist als bronzezeitliches Schlachtfeld inzwischen sehr bekannt. Doch können die vielen menschlichen Skelettteile und Bronzen (Waffen, Schmuck) auch anders interpretiert werden? Etwa als Überbleibsel eines Überfalls auf eine Handelskarawane? In einem Pro- und Kontravortrag werden die Hypothesen – auch mit den Zuhörer*innen – diskutieren werden.
Achtung: der Veranstaltungsort ist nicht oder nur bedingt barrierefrei.
In der Nacht begeben wir uns in die Welt der griechischen Götter und Helden. Mit Taschenlampen erkunden wir ihre Taten. Wer war ein Liebling der Götter? Welcher Mensch oder auch Halbgott stand besonders in der Gunst der Götter? Und wer wurde für sein Handeln bestraft? Streitigkeiten, Eifersucht, aber auch die Liebe werden uns begegnen.